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| Victoria Francés |
Am Samstag haben wir erneut die Fahrt auf uns genommen. Diesmal startete das Programm für uns mit dem Vortrag von Daniel Danzer, dem Erfinder des Kartenspiels „Steam Noir Revolution„. Er berichtete von der Entstehung des Spieles, ausgehend von seiner Idee in der S-Bahn, über die Genrewahl und die Zusammenarbeit mit Felix Mertikat bis hin zum Crowdfunding des Projektes. Ein spannender und unterhaltsamer Vortrag, mit vielen Informationen und Tipps insbesondere für jeden, der sich vielleicht mit dem Gedanken trägt, auch einmal ein Spiel zu veröffentlichen oder eventuell ein Crowdfunding-Projekt auf die Beine zu stellen. Tatsächlich konnten wir eines der ersten Steam Noir Revolution – Spiele für die Übermorgenwelt aquirieren und es sogar von Daniel Danzer sowie später noch Felix Mertikat signieren lassen.
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| Oliver Palotai, Shia Springorum, Björn Springorum (v.l.n.r.) |
Im Anschluss besuchten wir „Das Kosmophon“ – eine zeitlose Schauergeschichte in Wort, Bild und Ton. Der Titel war Programm – eine Lesung mit musikalischer Untermalung sowie visuellen Hilfen in Form von Fotografien und Zeichnungen, passend zu dem Auszug der vorgetragenen Geschichte. „Das Gespinst“, eine Gruppe bestehend aus Björn Springorum, Stefan Heilemann, Shia Springorum und Oliver Palotai, haben hier eine Lesung der besonderen Art geschaffen, die das Erleben der Geschichte deutlich intensiviert. Die Story selbst ist spannend und mit interessanten Charakteren gespickt. Persolus, der Anführer der Gruppe, Gideon ein Priester, Nemo, ein Junge mit ständig wechselnden Persönlichkeiten aber ohne eine eigene und die Zwillinge, zwei junge Frauen, die sich beständig an der Hand halten müssen, um dem Tod zu entrinnen. Sie sind in einer unwirklichen Welt auf der Suche nach dem Zeitmacher, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen bzw. mit ihm abzurechnen. Eine spannende, aber auch blutige Geschichte, von der man sich auf den Internetseiten der Schöpfer einen Einblick holen kann. In der Gesamtheit eine tolle Erfahrung!!!
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| Christian von Aster |
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| Kontaktaufnahme mit Timo Mrazek |
Die Comics um eine Welt im Stil des wilhelminischen Deutschlands, entführen den Leser auf einen zerbrochenen Planeten, dessen Schollen im Aether treiben. „Maschinen mit Seelen und Menschen ohne Skrupel. Dampfkraft, groteske Maschinentechnik und übernatürliche Phänomene. Und über all dem eine geheimnisvolle Toteninsel, die die Welt der Lebenden heimsucht!“.
Felix Mertikat und Verena Klinke berichteten von der Schöpfung ihrer Welt, beginnend bei „Opus Anima“, einem Rollenspielbuch, das zu einem gewissen Teil die Basis für Steam Noir bildete, das dann aber doch etwas eigenes darstellt. Sie zeigten den Schaffungsprozess ihres Comics, sprachen über die Zusammenarbeit von Autorin und Künstler und berichteten über zukünftige Projekte, denn nach der Veröffentlichung des 4. Kupferherz-Bandes wird diese Geschichte vorerst abgeschlossen sein. Es werden noch kurze Geschichten folgen, die zeitlich vor der Handlung von „Das Kupferherz“ angesiedelt sind und gegen Ende des Jahres ist der Beginn eines ganz neuen Projekts mit dem Titel „Carnival“ geplant. Dort liegen die Städte in einer riesigen Wüste zu weit auseinander, um einfach miteinander in Kontakt zu stehen. Eine riesige Karawane reist innerhalb eine Jahres durch sämtliche Regionen der Wüste, immer in Begleitung eines Zirkus – vermutlich dem Carnival. Die Hauptcharaktere reisen, freiwillig Er und ihm folgend Sie, mit besagtem Zirkus durch das Land. Das ganze Projekt soll offen beobachtbar gestaltet sein, d.h. der Leser kann den Schaffungsprozess mitverfolgen, allerdings nicht eingreifen.![]() |
| Felix Mertikat und Verena Klinke |
Natürlich haben wir uns einen Band von Felix und Verena signieren lassen. Auch hier nahmen sich beide die Zeit für ihre Fans und signierten nicht einfach nur, sondern es gab eine persönliche Zeichnung von Felix und eine Widmung von Verena. Vielen Dank an die Beiden. Die Übermorgenwelt plant auch einmal eine Sendung über Steampunk über den Äther zu schicken – vielleicht können wir ja dann Felix und Verena zu einem kurzen Interview bzw. einer Vorstellung von Steam Noir überreden. Wir würden uns freuen… Denn auch wenn sich Felix bei weitem nicht als Fachmann für Steampunk ansieht, so haben er und Verena doch eine Welt in ihrem Comic erschaffen, die mit Steam Noir Krimi-und Steampunk-Fans gleichermaßen anspricht.
Die Modenschau von Sammy the Scissors / Redcat7 – einer Designerin aus Berlin, die passend zu „Steam Noir“ Kleider entworfen hatte und hier diese und weitere Kreationen präsentierte – begann leider erst sehr spät. Da wir noch eine etwas längere Heimreise in Aussicht und mit einem Ende gegen 22:30 Uhr gerechnet hatten, hat uns der späte Start nicht wirklich gefallen.
Die Modeschau wurde auf 3 Blöcke aufgeteilt, jeweils von Pausen unterbrochen. Wir haben nur den ersten beiden Blöcken beiwohnen können, dann war es leider einfach schon zu spät und der Anreiz nicht mehr groß genug, um auch den 3. Block noch abzuwarten. Uns haben die Kleider im zweiten Block wesentlich besser gefallen als im Ersten – möglicherweise folgte ja sogar noch eine Steigerung.
Fazit: Alles in allem sind wir begeistert von dem, was die Veranstalter hier aufgeboten hatten. Tolle Autoren und Künstler gaben sich die Klinke in die Hand, haben sicher alte Fans beglückt und garantiert neue Fans gewonnen. Die Dragon Days sind bei uns für das nächste Jahr, in der Zeit vom 05. – 08.06.2014, natürlich schon vorgemerkt. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt, wir wünschen uns von den Veranstaltern ein paar Wegfindungshilfen, z.B. in Form von Karten in den DragonDays-Begleitheften, ist es doch für Gäste von außerhalb eher schwierig, bei einem Veranstaltungswechsel binnen kurzer Zeit die uns unbekannten Orte zu finden. Aber dank der Hilfe modernster Technik und freundlicher Stuttgartianer sind wir immerhin überall angekommen.











